Beitragende

Sonntag, 24. März 2013

Kobudo-Lehrgang in Friedberg (3) - Bo-Einheit

Nach einer kurzen Mittagspause, die ich dazu nutzte, meinen Waffen-Fundus um Sai-Gabeln zu erweitern schloss ich mich Davids Bo-Einheit an.
Schnell merkte ich, dass mein Gehirn schon schwer zu kämpfen hatte, noch mehr Neues aufzunehmen. Da ich aber schon mehrfach ein Bo in der Hand hatte und ziemlich passend neben jemandem stand, der das Gerät sehr gut beherrschte (Lazlo), klappte das Meiste ganz gut. Ich liebe das Bo ja nach wie vor heiß und innig und habe mich daher wahnsinnig gefreut, dass David mit uns eine Kata, die Bo Sandan, trainierte. Einzeln gesehen sind die Techniken alle gut zu bewältigen, aber bis ich den genauen Ablauf sicher abrufen kann, ist noch einiges an Training nötig.
Auch hier war ich wieder fasziniert, wie es David schaffte, uns diese komplexe Kata in kleinen, nachvollziehbaren Häppchen nahezubringen. 

Beeindruckt hat mich an der Bo-Einheit, dass es trotz der vielen Teilnehmer, der doch sehr großen Waffe und der etwas kleinen Halle zu keinen Kollateralschäden kam. Mein Nachbar Lazlo wollte mir zwar zum Schutz mehrfach einen Schildkrötenpanzer (Tinpe) auf den Kopf setzen, hat es dann aber doch vorgezogen, mir nicht sein Bo über den Schädel zu ziehen. Ich selber musste auch immer höllisch aufpassen, dass ich meinen beiden Nachbarn keine Gehirnerschütterung verpasse.
Einen Treffer meines Hintermannes hätte ich aber wohl eher selber zu verantworten, denn im meiner Adrenalin-Hochstimmung bin ich mehrfach ohne aufzupassen Max vor die Füße gelaufen, der aber auch immer rechtzeitig sein Bo stoppen konnte (Danke Max!).

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Kobudo-Lehrgang in Friedberg (2) - Sai-Einheit

Ich schnappte mir Davids Sai-Gabeln und schloss mich seiner Gruppe an.  Zum warm machen musste ich mich leider erst mal wieder von den Sai-Gabeln trennen. David machte ein kurzes, effektives Aufwärmprogramm ohne die üblichen fiesen Geschichten. Es war wirklich mal Aufwärmen, was Spaß machte, auch wenn es in meinen Augen natürlich zu viel Körperkontakt gab ;-)
In der Gruppe waren überwiegend Sai-Neulinge, was mir natürlich sehr entgegenkam.
David erklärte etwas über die Waffen und startete dann mit dem Kihon, bei dem er uns Stück für Stück den Umgang und die richtige Haltung erklärte. Davids Sai-Gabel lagen schon mal super in meiner Hand und ließen sich auch sehr gut führen, was wahrscheinlich am guten Training durch den Besitzer liegt.
Meine erste Sorge, dass ich den Übergang von "Sai zeigt Richtung Ellenbogen" (Gyakute Mochi) zu "Sai zeigt auf Gegner" (Honte Mochi) nicht schaffe, hatte sich direkt zerschlagen, denn das war, bedingt durch den Aufbau eines Sai einfacher als es aussah. Schwieriger war es aber, ein Sai nach vorne zu führen und das andere wie als Hikite nach hinten zu ziehen. Dafür brauchte ich eine ganze Weile und zuverlässig klappt es immer noch nicht.
Wir liefen einige Techniken, viele von denen kannte ich aus dem Shotokan, nur eben ohne Sai. David korrigierte immer wieder die richtige Haltung der Sai-Gabeln. Es klappte alles schon erstaunlich gut und mit etwas Übung ist da sicher noch einiges zu machen. Ein kurzer Blick in die Augen von Braungurt Michael verriet mir, hier hatte außer mir noch jemand gewaltig Feuer gefangen.
Nach einiger Zeit gingen wir zum Kumite über. Hier wird natürlich nicht Sai gegen Sai gekämpft, sondern Sai gegen Bo. Dafür sollten wir uns einen Partner suchen. Hier habe ich, das war mir schon nach der ersten Partnerübung klar, das ganz große Los gezogen. Ein ziemlich großer, stämmiger Schwarzgurt (vor dem ich schon im Vorbei gehen ordentlich Respekt hatte) fragte mich freundlich, ob ich mit ihn trainieren wollte. Keine Frage, wenn ein Schwarzgurt dich zum Training auffordert, lehnt man das nicht ab. Zu dem Zeitpunkt war mir gar nicht klar, wen ich da vor mir hatte. Erst später im Auto klärte mich mein Trainer Torsten darüber auf, dass Klaus den 2. Dan in Shotokan und Kobudo trägt und selber Trainer ist. Ich ging erstmal davon aus, dass ich von einem Dan-Träger immer lernen kann und hoffte, dass ich mich nicht so blöd anstellen würde, dass er enttäuscht ist. Er nahm sich mit den Worten "Du musst mit den Sai-Gabeln üben" mein Bo und stellte sich mir gegenüber. Meine Schwachpunkte hatte er sehr schnell erfasst: Ich nehme ungern Blickkontakt zu meinem Gegner auf, ich denke zu viel nach, meine Schultern sind oben, ich versuche alles mit Kraft zu bewältigen, ich bin unsicher. Ruhig und geduldig, leise und respektvoll unterstütze er mich dabei, die Vorgaben von David umzusetzen, gab mit wenigen Worten effektiv Hilfestellung. Sein promptes Feedback motivierte mich nur noch mehr, alles zu geben und vollen Einsatz zu zeigen, mich immer wieder zu zwingen, an meinen Schwächen zu arbeiten. Selten habe ich ein so intensives und lehrreiches Partnertraining erlebt. Ich hätte Stunden mit ihm weiter trainieren können. Ein wahnsinnig guter Trainer, mit dem ich jede Sekunde genossen habe und neben David und Raymund für mich einer der eindrucksvollsten Menschen dieses Tages. Auch in der späteren Einheit kam ich immer wieder in den Genuss seines leisen, wohlwollenden Coachings, welches ich dankbar angenommen habe.

Am Ende der Sai-Einheit gab ich schweren Herzens die Sai-Gabeln an seinen Besitzer David zurück. Es war die richtige Entscheidung, den Lehrgang zu nutzen, um mit dieser, für mich bisher unbekannten Waffe, zu trainieren. Die Sai-Gabeln haben großes Potential "meine Waffe" zu werden, denn das Training hat wahnsinnig Spaß gemacht. Die Kombination von David als Trainer und Klaus als Trainingspartner war einfach genial. Besser hätte es kaum werden können.
In der Mittagspause wurde ich dann selber Besitzerin von Sai-Gabeln, denn unser Kobudo-Hessen-Team trainiert uns nicht nur, sondern versorgt uns auch mit anständigen Waffen.

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Kobudo-Lehrgang in Friedberg (1) - Ankommen

Samstag morgen, 4:30 Uhr klingelte bei uns der Wecker. Voller Vorfreude stand ich nur Sekunden später hellwach vor meinem Bett. Kurzer Selbstcheck: Keine Ausfallerscheinungen, die Viren, die der Gatte hier in der Woche verteilt hat, konnte ich erfolgreich abwehren. Duschen, kurzes Rekonstruktionsprogramm, Espresso im Stehen, Verpflegung vom Kühlschrank auf die Taschen verteilen, kurze Taschen- und Waffenendkontrolle  - Fertig! Überpünktlich standen mein Trainer Torsten und meine Freundin Kerstin vor der Tür, so dass wir kurz nach halb sechs Richtung Hessen starten konnten. 300 km Autobahn lagen vor uns. Um 10 Uhr sollte der Lehrgang beginnen, planmäßig wollten wir um 9 Uhr in Friedberg sein. Wir waren uns im Vorfeld einig, dass wir besser zu früh da sein wollen, als zu spät.

Souverän chauffierte uns der Gatte durch den frühen Morgen, während Torsten noch etwas schlief und Kerstin und ich das taten, was Frauen nun mal machen - sich anschweigen die Welt retten quatschen.
Die Straßen waren frei, wir kamen dementsprechend gut durch, trotzten in Friedberg einer Straßensperrung und fanden zügig die Schule, in dem der Lehrgang stattfinden sollte. Da noch reichlich Zeit war, suchten wir uns erst mal ein Cafe in dem doch sehr hübschen Örtchen, um unseren Adrenalin-Pegel noch zusätzlich durch Koffein anzukurbeln.
Gegen halb 10 waren wir dann in der Halle, begrüßten den Rest unseres Dojos und den Gastgebervereins. Ich habe mich erst mal gefreut, David und Raymund wieder zu sehen und war gespannt, was sie sich alles für uns ausgedacht hatten. David drückte mir gleich ein paar seiner eigenen Sai-Gabeln in die Hand, damit ich die in der Sai-Einheit ausgiebig testen konnte. Die hatte er gerade neu mit einem neongrünen Griffband versehen, so dass ich auf jeden Fall keine Angst haben musste, dass ich sie nach dem Ablegen mit anderen verwechselte. Wirklich super, dass die beiden uns die Möglichkeit gaben, auch andere Kobudowaffen kennen zu lernen, mit denen bei uns im Verein gerade noch nicht trainiert wurde.
Dann durfte ich auch den dritten Kobudo-Buch-Autoren Wolfgang kennenlernen. Mit ihm hatte ich bisher nur Mailkontakt, um das erste Buch zu bestellen. Nun konnte ich ihn persönlich treffen und meinen bestelltes zweites Kobudobuch entgegen nehmen. Witzig ist das schon, wenn dich im Vorfeld schon alle mit Namen kennen, weil man vorher intensiven Mailkontakt hatte und einige deinen Blogeintrag zum letzten Treffen gelesen haben ;-) Die kleine Halle wurde immer voller und voller und ich stellte fest, dass wir mit unsern zwölf Dojo-Mitgliedern ungefähr die Hälfte aller Anwesenden stellten. Einen Augenblick lang hatte ich das Gefühl, dass David selber etwas erstaunt war, dass über zwanzig Leute zu seinem Lehrgang gekommen waren. Ich finde es einfach super, dass das Shotokan-Kobudo so gut angenommen wird und das wir daran beteiligt sein dürfen, wie sich das alles über Deutschland verbreitet.
Beinahe hätte ich vergessen, meinen Karateanzug anzuziehen, da alles andere einfach viel zu spannend war. Aber ich stand dann auch wie alle anderen fertig angezogen (dieses Mal mit weißem Gürtel) in der Reihe zum Begrüßen. David stellte sich und seine Kollegen vom Kobudo Hessen vor und danach teilten wir uns auch schon in zwei Gruppen. Raymund übernahm die Hanbo-Gruppe und David die Sai-Guppe.

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Freitag, 22. März 2013

Du machst doch auch Pfingsten Prüfung, oder?

Diesen Satz habe ich in den letzten Wochen mehrfach gehört. Und ihn jedes mal mit "Ja" beantwortet. Und jedes Mal hat mein Bauch "Nein" geschrien.
Bisher habe ich jedes Jahr eine Prüfung gemacht und die letzte Prüfung war letztes Jahr vor den Sommerferien. Es wäre also ein knappes Jahr rum und damit langsam an der Zeit.
Aber will ich das eigentlich? Grundsätzlich möchte ich schon irgendwann meinen 4. Kyu machen, aber im Moment eigentlich nicht.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diese Prüfung bestehen würde, weil ich eigentlich alles, was verlangt wird, einigermaßen zeigen kann. Das eine etwas besser, das andere etwas schlechter. Die Erfahrungen der letzten Prüfungen zeigte mir, dass immer sehr wohlwollend bewertet wird. Mit der richtigen Kime kann man schon eine Menge erreichen. Wenn man sich nun noch Mühe gibt und eine halbwegs vernünftige Technik zeigt, hat man schon gewonnen und bekommt den begehrten Stempel/Aufkleber. Das ist jetzt gar nicht mal böse gemeint, aber so erlebe ich es.
Und jedes Mal, wenn ich als Zuschauer dabei bin, ärgere ich mich wieder darüber, dass einige Mitprüflinge die Prüfung bestehen, obwohl sie eigentlich eine katastrophale Leistung gezeigt haben. Letztendlich ist es vollkommen egal, was die anderen zeigen, denn in meinem Training geht es nur um mich und das ich eine ordentliche Leistung zeige.
Aber zeige ich selber eine akzeptable Leistung? Im Moment? Nein! Mir fallen spontan so viele Dinge an, an denen ich ernsthaft arbeiten muss. Meine Schwachstellen kenne ich sehr gut selber und ich bekomme auch von meinen Trainern und Trainingspartnern dementsprechendes Feedback.

Ich habe Angst, dass ich mit jeder Prüfung ein schlechteres Niveau abliefere, weil ich eine eigentlich schlechte Leistung als für mich ausreichend definiere. Schon bei der letzten Prüfung hatte ich dieses Gefühl im Bauch, dass es eigentlich zu früh ist und dass die Leistung eigentlich nur ausreichend ist. In Summe kommt da, je höher die Graduierung ist, einiges zusammen. Und am Ende stehe ich da mit einem riesen Berg an Defiziten, den ich nur schwer bewältigen kann. In meinem Leben außerhalb des Sports gebe ich mich auch nicht mit ausreichenden Leistungen zufrieden, ganz im Gegenteil.

Also habe ich beschlossen, genau hier eine Prüfungs-Pause einzulegen. Ich werde so lange weiter trainieren und versuchen an mir zu arbeiten, bis ich selber das Gefühl habe, ich kann dem nächsten Gurt gerecht werden.
Mit einem Blaugurt kann man sich durchaus selbstbewusst in die Reihe stellen. Man ist kein Anfänger mehr, aber auch kein Dan-Träger. Man erwartet von mir, dass ich grundsätzlich weiß, was ich mache, aber es darf auch noch Luft noch oben zu sehen sein.
Wie lange die Prüfungspause dauern wird, weiß ich noch nicht. Vielleicht passiert auch jetzt mehr, wenn der Druck erst mal raus ist und ich nicht mehr nur stur auf eine Prüfung hin trainiere, sondern daran, ein besseres Niveau zu erreichen. Wir werden sehen ...

Donnerstag, 21. März 2013

Friedberg, wir kommen - Two days before

Als unser Trainer im Training die Einladung der Hessen zu einem Kobudo-Lehrgang ankündigte, war ich sofort begeistert.
Der Kalendercheck verlief ja dann auch positiv, es stellte sich nur noch die Frage, wie wir in den Süden kommen. Unser Trainer wollte versuchen einen Bus (oder zwei) unseres Vereins zu reservieren. Mir war aber sofort klar, dass es eher unwahrscheinlich ist, mit dem Vereinsbus mitfahren zu können. Zum Einen ist der Fuhrpark sehr übersichtlich und zum Anderen bekommen gefühlt immer die anderen Gruppen einen Bus. Sollten wir trotzdem einen Bus bekommen, muss ich darin erst mal einen Platz bekommen. Die Anmeldeliste wurde nämlich länger und länger.
Als ich zu Hause meinem Mann von dem Lehrgang erzählte, war ihm anscheinend sofort klar, dass ein Plan B entwickelt werden müsste, denn ihm war klar, dass ich wahrscheinlich über Wochen Trauer tragen würde, wenn ich keine Möglichkeit finden würde, zu diesem Lehrgang zu kommen. Natürlich hätte ich mich auch in die Familienkutsche setzten und selber fahren können. Ich weiß nur mittlerweile aus Erfahrung, wie ich mich nach einem Lehrgang fühle. Fertig wie ein Brötchen, der Adrenalin-Pegel baut sich langsam ab, ich kämpfe mit den üblichen Nebenwirkungen von Adrenalin, Übelkeit und Müdigkeit, während mich letztere meist noch vor der Auffahrt auf die Autobahn übermannt. Bei 350 km und einem potentiell vollem Auto gar keine gute Idee.
Habe ich mal erwähnt, dass ich den besten Ehemann der Welt erwischt habe? Plan B war nämlich noch am selben Abend entstanden. Er schlug vor, mich und zwei weitere Trainingskollegen nach Friedberg zu fahren und den Tag im Mathematikum in Gießen zu verbringen. Während ich dann Abends meine Augenlieder von innen nach Verletzungen absuche, wird er uns wieder sicher nach Hause bringen.

Es kam, wie erwartet, kein Bus war zu bekommen, also Plan B. Die beiden Mitfahrer waren schnell gefunden, Trainer Torsten und meine Freundin Kerstin.

Seit dem wird hier generalstabsmäßig geplant. Wer mich kennt weiß, ich komme voll auf meine Kosten.
Ich hatte in den letzten Wochen (für meine Verhältnisse) intensiven Mailkontakt mit Raymund und David, um den Lehrgang für mich zu planen. Da bei mir der Wunsch bestand, die Sai-Einheit mitzumachen, wollte ich im Vorfeld erst mal klären, was die beiden dazu sagen und ob sie mir evtl. sogar davon abraten. Haben sie nicht, sie haben mich im Gegenteil noch ermutigt und unterstützt. Mit Raymund habe ich abgesprochen, dass ich zunächst Sais ausleihen und ausgiebig testen und dann "meine Sais" bei ihm bestellen möchte. Bei dieser Waffe ist es nämlich wichtig, dass sie die richtige Größe haben. Im Mai, wenn die Hessen dann bei uns sind, werde ich sie dann bekommen. Bis dahin muss das Lehrbuch reichen, dass ich in diesem Zug gleich mal reserviert habe ;-)

Zwei Tage vor Abfahrt bin ich quasi abfahrbereit, seit Montag landet nach und nach alles auf dem Mitnehm-Haufen:
  • Mitfahrer definiert, falls nötig Anfahrt zu uns erklärt, Abfahrtzeit geklärt - check
  • Navi programmiert, für Navi-Fail (bei der Möhre nicht ausgeschlossen), GoogleMaps befragt - check
  • Wettergott bestochen, dass er seinen Schnee wo anders fallen lässt und die Straßen nach Friedberg verschont - in progress
  • Karateanzug - check
  • weißer Gürtel (mein Kobudograd, da ich noch keine Prüfung gemacht habe) - check
  • blauer Gürtel (falls alle anderen ihren Shotokan-Grad tragen) - check
  • Kindle für die Autofahrt mit Büchern und Strom versorgen - check
  • Futter und Getränke -in progress
  • DKV-Ausweis - check
  • Duschzeug - check

Der Mitnehm-Haufen

Samstag morgen, um 5:30 Uhr geht es los. Wenn nichts dazwischen kommt, stehen wir um 10 in der Halle und beginnen unsere erste Einheit. 

Natürlich werde ich berichten, wie es war ;-)

Mittwoch, 20. Februar 2013

Gegenbesuch bei den Hessen

Noch vor dem 2. Besuch der Hessen am 04.05.2013, werden einige von uns der Einladung folgen und die Jungs in ihrem Dojo besuchen und an einem Kobudo-Lehrgang teilnehmen.
Obwohl der Weg dahin schon ziemlich weit ist (~ 350 km), habe ich nach einem kurzen Kalendercheck sofort zugesagt. Ich freue mich jetzt schon wahnsinnig, die beiden wieder zu sehen.
Neben Hanbo und Bo wird es auf diesem Lehrgang auch eine Einheit mit Sais und Tonfas geben. Die beiden letzteren Waffen habe ich noch nie ernsthaft in der Hand gehabt, der Plan ist aber, das nachzuholen.
Die Sai-Einheit wird gleichzeitig mit der Hanbo-Einheit stattfinden. Sollten mir nicht alle Beteiligten davon abraten, werde ich mir also Sais ausleihen und mich mal mit dieser faszinierenden Waffe auseinandersetzen. Ich hoffe natürlich, dass die Waffen dabei ganz bleiben und ich niemanden damit verletzte. Mein Trainer erzählt immer Horrormärchen von Sais, die mit der Spitze auf den Mittelfuss fallen und ..... ne, da möchte ich jetzt nicht drüber nachdenken. Na ja, zum Arbeiten brauche ich im Wesentlichen meine Hände und meinen Gehirn, die müssen also intakt bleiben.
Bevor ich mir selber diese Waffe kaufe (gute Qualität ist hier sehr teuer), möchte ich ausprobieren, welches Sai für mich geeignet ist. Wie lang muss es sein, welche Ausführung ... Der Lehrgang sollte also der optimale Rahmen sein, dies auszuprobieren. Vielleicht komme ich mit der Waffe auch gar nicht klar oder ich bringe damit nur mich und andere in Gefahr. Letzteres glaube ich zwar nicht, weil ich nicht zu den Leuten gehöre, die wild mit einer Waffe rumfuchteln, wenn sie sie nicht beherrschen. Ich bin eher übervorsichtig und verkrieche mich am liebsten in einer Ecke, wo ich viel Platz zum üben habe.

Danach werde ich in jedem Fall das Bo schwingen. Das steht schon viel zu lange in der Ecke und wurde nicht bewegt, da im Moment beim Training nur das Hanbo verwendet wird. Privat im Haus habe ich schon die rote Karte gesehen, weil hier gewisse Familienmitglieder Angst um unsere Einrichtung haben. Im Garten ist es gerade noch zu kalt und zu matschig und da die Hecke noch sehr zierlich ist, würde ich ohnehin nur die Nachbarn bespaßen.
Auch wenn das Bo nur ein doppelt so großes Hanbo ist, hat es bei mir um ein Vielfaches mehr Sympathiepunkte. Es klingt vielleicht merkwürdig, aber den langen Stab kann ich wesentlich besser bewegen, als das kurze halbe Ding. Auch das schön angeschwollene Jochbein (dass zu engen Kontakt mit einem Bo hatte) auf meinem ersten Budomeeting konnte die Sympathie nicht schmälern. Dagegen hätte ich das Hanbo am liebsten in die Ecke gepfeffert, als mir zwei Tage meine Schreibhand weh tat, nur weil wir Kumite geübt haben.

Ich bin also sehr gespannt, was sich die Hessen ausgedacht haben, um uns zu bespaßen. Im Moment ist es noch etwas gewöhnungsbedürftig, dass ich dort wieder als Weißgurt unterwegs sein werde, aber damit komme ich schon klar. Immerhin sind meine beiden Trainer dort auch "nur" als Gelbgurte unterwegs ;-)

Also liebe Hessen, die Niedersachsen kommen ...

1x Ente Thai-Curry scharf oder Kobudo-Begriffe ins Kleinhirn befördern

Es ist ja nun schon eine Weile her, dass die Hessen da waren. Seit dem wird hier mit einer immer größer werdenden Gruppe fleißig trainiert.
Am Anfang dachte ich, ich lerne erst mal die neuen Bewegungen, die Begriffe dazu kommen dann von ganz alleine. So einfach ist es dann aber wohl doch nicht. Obwohl das Hanbo und ich nur temporär Frieden geschlossen haben (genau genommen, bis zur Hanbo-Prüfung), klappen die Bewegungen mittlerweile ganz gut. OK, das rumgeruder Aufwärmprogramm ist mir eher suspekt, was ich aber auf meine Linkshändigkeit schiebe. Mittlerweile versuche ich so gut es geht alles mitzumachen und darauf zu achten, dass das Hanbo nicht einem meiner Nachbarn auf den Fuß oder an den Kopf fliegt und dass ich nicht in der Nähe einer Scheibe stehe.
Ernsthaft Sorgen mache ich mir im Moment nur um die Begriffe. Es gelingt mir einfach nicht, nur durch Zuhören die Begriffe mit Bewegungen zu assoziieren. Im normalen Schotokan-Training ist das kein Problem. Mein Trainer sagt eine Technik-Kombination an, in meinem Kopf fängt das Kopfkino an zu laufen und ich laufe los. Beim Kobudo herrschte von Beginn an gähnende Leere.
Der Trainer sagt: Jodan-Otoshi-Uchi (Mae Ippon Mochi) aus Zenkutsu-Dachi, ich denke: Für mich bitte 1x Ente Thai-Curry, scharf.
Durch Zusehen und ständiges Wiederholen komme ich hier also nicht weiter. Also musste eine andere Strategie her. Ich kann mir Bilder sehr gut merken. Diese kann ich auch noch nach Jahren abrufen und originalgetreu zu Papier bringen. Also lernte ich Begriffe mit Bilder zu assoziieren. Außerdem merke ich mir Positionen im Raum, also Landmarken.
Beim Karate lerne ich daher immer relativ schnell eine Kata, weil ich mir die Landmarken und Positionen im Raum merke. Das Problem ist nur, drehe ich mich um und starte aus einer anderen Position, geht gar nichts mehr. Zumindest am Beginn einer neuen Kata ist das so. Irgendwann ist der Ablauf aber dann im Kleinhirn angekommen. Wenn um mich herum keine Störfaktoren sind, kann ich sie dann jederzeit und relativ zuverlässig abrufen.
Nur warum klappt das beim Kobudo nicht? Ich vermute, dass liegt an der Menge neuer Informationen. Als ich mit Karate angefangen habe, waren es nur wenige Techniken, die ich lernen musste. Aber jetzt kommt geballt das komplette Prüfungsprogramm zum 9. und 8. Kyu Kobudo. Meine Festplatte scheint damit chronisch überfordert und steigt schon zu Beginn der Stunde mit "stack overflow" aus. Neustart ausgeschlossen. Da muss wohl ein anderes Konzept her. Also habe ich mir am Wochenende mal das Kobudo-Buch von David und Raymund (das hier schon ewig rumliegt und bis dahin vollkommen jungfräulich war) geschnappt und versucht, ernsthaft in die Materie einzudringen. Zuerst ist mir klar geworden, dass alles was "Mochi" heißt, einfach nur Griffhaltungen beschreibt. Jodan und Chudan ist im Shotokan-Karate genauso beschrieben und bezieht sich auf die Trefferfläche. Der Stand ist auch klar. Damit wird es schon weniger.
Dann habe ich alle Techniken aus der Prüfungsordnung einzeln aufgeschrieben und die jeweiligen Bilder aus dem Buch eingescannt und darunter gesetzt. Bei 2-3 Techniken herrscht immer noch das Thai-Curry-Gefühl, denn die tauchen im Buch leider nicht auf, sind aber Teil der Prüfung. Aber damit kann ich jetzt wenigstens arbeiten. Die fehlenden Techniken können mir meine Trainer zeigen und ich werde sie dabei fotografieren. Und dann werde ich versuchen mein Kopfkino zu aktivieren. Bei jeder angesagten Technik turnt dann wahlweise Raymund (der auf den Bilder im Buch zu sehen ist), oder einer meiner Trainer vor mir rum ;-)  Mal sehen, ob es damit klappt.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Einzelunterricht

Nachdem mich Torsten am Montag im Training zur Weißglut gebracht hatte und ich statt entspannt und ausgepowert mit Wut im Bauch nach Hause gestapft bin, hatte ich am Donnerstag gleich noch mal das Vergnügen, da Michael ausnahmsweise nicht da war.
Wie immer stand ich zur SV-Trainingseinheit zwischen dem Ober- und Unterstufentraining in der Halle, allerdings war ich (außer Torsten) die einzige, die zum SV-Training erschienen war.

Torsten fragte mich: "Willst du SV machen oder wollen wir uns mal um deine Kata kümmern?"
SV klang zwar wie immer verlockend, aber da ich aktuell in Trainingsgruppen trainiere, in der keiner außer mir die Bassai Dai lernen muss, dachte ich: "Die Chance muss ich nutzen!"

Es folgte ca. 1 Stunde intensives Kata-Training. Torsten hatte sich ein viel höheres Ziel gesteckt, als ich mir. Mir hätte es gereicht, danach grob den Ablauf zu kennen, aber er ging die Kata Technik für Technik immer wieder mit mir durch und korrigierte akribisch jede Technik und jeden Stand.
Immer wieder drängte er mich und feuerte er mich an, tiefer zu stehen und auf Details zu achten. Sogar Mathias, der die Zeit für sein Kata-Training nutzte kam zwischendurch rüber und gab ebenfalls Hilfestellung. Da ich immer noch gut damit zu tun hatte die Abfolge der Techniken zu merken, war ich zwischenzeitlich damit ziemlich überfordert. Bald schmerzten meine Beinmuskeln und der Schweiß lief mir herunter.
Auch in der direkt im Anschluss stattfindenden Trainingseinheit durfte ich mehrfach die Kata laufen. Alles sehr anstrengend.

Aber es hat geholfen! Freitag und Samstag hatte ich ganz schön Muskelkater, aber an beiden Tagen konnte ich die Kata noch laufen (heute habe ich es noch nicht probiert).
Jetzt hoffe ich nur noch, dass mein Muskelkater bis Montag vollends verschwunden ist, damit ich morgen im Training auch wirklich einigermaßen schmerzfrei versuchen kann tiefer zu stehen als sonst, denn es wäre schon cool, wenn ich die Kata irgendwann so richtig toll kann.

Die Hessen waren da

Auf diesen Tag hatte ich mich seit Wochen gefreut. Unsere Trainer hatten zwei Shotokan-Kobudo Trainer aus Hessen, David und Raymund, eingeladen, um uns bei einem internen Lehrgang den Waffenkampf näher zu bringen.
Bereits in den Sommerferien (Bericht siehe hier und hier und hier) hatten wir die Möglichkeit, uns etwas mit der Materie vertraut zu machen, so dass die meisten von uns nicht ganz unbedarft waren.
Diese Art des Kobudos baut auf unserm Shotokan-Karate auf. Das heißt, es ergänzt perfekt das bereits Gelernte durch die Verwendung von Waffen. Das soll nun nicht heißen, dass alles ganz einfach ist, aber ich finde, es ist nachvollziehbarer und harmoniert perfekt mit dem Shotokan-Karate. Gerade beim letzten Budomeeting ist mir aufgefallen, wie schwer es ist, mit der Waffe zu arbeiten, wenn man noch nicht mal weiß, wie man vernünftig stehen muss. Beim Shotokan-Kobudo kann ich mich voll und ganz auf die Waffe fokussieren, denn was der Rest des Körpers machen soll, kenne ich ja schon.
Mit mir standen ca. 30 andere aus meinem Verein auf der Matte. Die beiden Trainer waren von Anfang an unglaublich sympathisch. Kein bisschen abgehoben oder arrogant, sondern unglaublich nett, kompetent und bodenständig. Sie mischten sich von Anfang an unter uns und auch während des Trainings waren sie immer zwischen den Reihen, um Hilfestellung zu geben, wenn es Probleme gab. Auch zum Equipment, dass ja vielfach noch nicht, oder nur in sehr einfacher Form vorhanden ist, konnten sie wertvolle Tipps geben.
Und einer der beiden, Raymund, war auch noch Linkshänder wie ich, so dass ich die Möglichkeit hatte mit meiner Schokoladenhand zu starten. Beim Karate fällt das gar nicht so auf, weil alle Techniken mit rechts und mit links gleichwertig trainiert werden. Aber beim Ju Jutsu und beim Kobudo habe ich manchmal Schwierigkeiten gehabt, da die Techniken grundsätzlich erst mal mit rechts trainiert werden und diese Hand ist bei mir einfach etwas ungeschickter und ich brauche ewig, um eine neue Technik zu lernen. Fange ich mit links an, geht es deutlich schneller und ich kann es viel einfacher auf die andere Hand übertragen. Die meisten meiner Kollegen kennen das sicher anders herum ;-)

Das Training begann natürlich mit einer Aufwärmeinheit. Auch hier wurde schon das Hanbo mit einbezogen.
Dann begannen sie auch schon mit dem eigentlichen Training. Die meisten Techniken basierten auf der Gelbgurtprüfung im Kobudo. Wir gingen das Kihon durch, übten die Kata Hanbo Shodan und auch das Kumite. Also ein sehr abwechslungsreiches Programm. Die Begriffe waren für die meisten von uns komplettes Neuland, wir werden diesbezüglich also noch eine ganze Menge lernen müssen.
Aber die beiden erklärten geduldig, ließen uns genügend Zeit zum ausprobieren und gingen ständig durch die Reihen, um Hilfestellung zu geben. Gerade letzteres fand ich unglaublich gut. Sie korrigierten zwar nur sehr grob, was bei Anfängern auch anders keinen Sinn macht, zeigten aber, wo z.B. die Abwehr hin zeigen soll oder das man sich bei einem realen Angriff gerade den Daumen gebrochen hätte, weil der schön auf dem Stock präsentiert wurde. Und das alles in ihrer ruhigen und freundlichen Art und Weise.
Besonders Spaß gemacht hat mir das Kumite, das trainieren am Partner. Ich hatte aber auch von Anfang an einen tollen Partner, Sascha, sehr groß, kräftig und schwer (Sorry Sascha, aber das ist eine sehr positive Eigenschaft an dir). Perfekt, um alle Techniken aus zu probieren. Und auch er war mit Ehrgeiz bei der Sache, was das Ganze natürlich ebenfalls vereinfachte. Ich würde behaupten, wir hatten eine Menge Spaß. Bei einer Übung hatte ich am Anfang so meine Probleme. Es ging um eine Art Zangengriff, bei dem der Kopf zwischen Unterarm und Hanbo eingeklemmt wird und mit dem Hanbo Druck auf die Halsschlagader ausgeübt wird. Ich war der Meinung, dass es nicht funktionierte, weil Sascha doch deutlich größer als ich war. David kam, weil er sah, dass wir Probleme hatten. Letztendlich war es natürlich ein technisches Problem. David stellte sich selber zur Verfügung und führte mich aus der Opferrolle in die Bewegung und erklärte, worauf ich achten musste. Da er dabei relativ lange im Würgegriff war, zeigte sein Hals auch danach einen deutlich Abdruck. Natürlich war das ein Gesprächsthema ;-) Ich habe den Trainer verprügelt und massakriert. Da musste ich dann wohl durch ;-) Aber immerhin hat es danach auch mit Sascha funktioniert.

Zusammenfassend hat sich der Tag absolut gelohnt und ich war und bin total begeistert. Die beiden Hessen haben uns einen guten Überblick über das gegeben, was uns beim Kobudo erwartet. Der Umfang war gerade passend, damit mein Gehirn aufgrund der Masse an neuer Information nicht vollständig auf Standby geschaltet hat. Die Art der Veranstaltung, vereinsintern, fand ich persönlich sehr gut, da ich in vertrauter Umgebung mit den Leuten, mit denen ich auch sonst immer trainiere und die ich auf der Ebene auch ganz gut einschätzen kann, etwas Neues lernen konnte. Ich konnte mich also voll und ganz auf den Umgang mit den Waffen konzentrieren. Die Gruppengröße war perfekt, man ging einfach nicht unter.

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, würde ich die beiden Hessen gerne sehr bald auf einem Lehrgang wieder sehen und ich würde Shotokan-Kobudo gerne weiter trainieren und bald die Gelbgurt-Prüfung ablegen.

Vielen Dank an unsere Trainer, dass sie uns diesen Tag ermöglicht haben und David und Raymund zu uns eingeladen haben. Ich denke, die Anzahl der Teilnehmer spricht für sich.

Dienstag, 25. September 2012

Budo-Meeting in Uetze

Schon seit wir letztes Jahr begeistert vom Budomeeting in Wilhelmshaven abreisten, war für mich klar: Beim nächsten Mal bin ich wieder dabei!
Samstag war es soweit - diesmal in Uetze. Zu viert fuhren wir hin und ich war sehr gespannt darauf, was mich diesmal erwartete.
Schnell hatte ich mir mein Programm rausgesucht:
1. Grundschultechniken für Braun bis Schwarz
2. Hapkido für Anfänger
3. SV für Anfänger (das Fortgeschrittenen-Training war leider erst Sonntag)
4. Kyusho

Leider gab es diesmal keinen Bodenkampf, darauf hatte ich mich besonders gefreut.

Bevor das Training los ging, wurden Melanie und ich zum ersten Mal ausserhalb unseres eigenen Dojos auf unseren Blog angesprochen. Unser Leser hatte beim Budo-Meeting 2011 mit mir beim Bodenkampf zusammen trainiert und sich dann hinterher in der Beschreibung meines Blogeintrags wiedererkannt, beides hatte wohl einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Es war toll von jemandem vereinsexternen zu hören, wie unsere Blogeinträge so ankommen! Leider kamen wir nicht mehr dazu E-Mail-Adressen auszutauschen.
Naja, der nächste gemeinsame Lehrgang kommt bestimmt!

In der ersten Trainingseinheit war ich ziemlich durch die Wado-Ryu-Techniken verwirrt. Alles ist fast so wie bei uns im Shotokan, aber nur fast. Und alles heißt anders. Trotzdem war es ganz spannend mal reinzuschnuppern. Besonders beeindruckt hat mich, dass das schulterbreite Stehen mit herabhängenden Armen und den Fäusten auf den Oberschenkeln tatsächlich ein Kampfstand ist. Und dass man den Sinn darin so gut erklären kann, dass ich mich gefragt habe, warum ich noch nicht selbst darauf gekommen bin.

Als zweites war Hapkido für Anfänger dran. Das war im letzten Jahr mit Abstand meine Lieblingseinheit. Damals fand das Training mit kleinen Waffen statt. Diesmal war es eher Ju-Jutsu ähnlich, auch wenn alles mal wieder irgendwie anders ist.
Wir begannen mit ein paar einfachen, aber sehr wirkungsvollen Hebeln. Ausgangssituation war Händeschütteln und Schubsen. Danach machten wir mit Fußfegern weiter. Die habe ich noch nie besonders gut hinbekommen und ich hatte bisher immer gedacht, dass ich zu klein oder zu schwach war oder zu wenig Masse hatte oder sonst irgendwie zu doof dafür bin. Letzteres traf tatsächlich zu. Unser Trainer beobachtete mich bei meinen vergeblichen Versuchen und stellte sofort fest, dass ich tatsächlich mehrere Sachen falsch machte. Ich hielt mein Bein nicht gestreckt, arbeitete nicht mit der Hüfte, bremste mit meinem eigenen Fuß am Boden meinen Tritt ab und fegte den Fuß des anderen nicht weg sondern stoppte, sobald mein Bein auf das Bein des Partners traf.
Nach einer Handvoll weiterer Versuche klappte es endlich und ich habe das Gefühl, wirklich etwas dazugelernt zu haben.
Danach machten wir mit Würfen weiter. Mir tat noch alles weh vom Basketballtraining des Vortags. Nach 2-3 Würfen schwand meine Lust ständig beim Aufprall auf die Matte sämtliche Knochen in meinem Körper klappern zu hören.
Meine Partnerin war mittlerweile Jule, die ist eine ganze Ecke kleiner als ich und trotzdem gehört sie für mich zu den Leuten, denen ich mit gemischten Gefühlen gegenüberstehe, weil ich genau weiß, dass sie mich locker durch die Mangel drehen könnte, wenn sie es darauf anlegen würde. Und sie mag diese Knochen-Klappern-Techniken. Fallen ist ja nach wie vor nicht so mein Ding und ich merkte mal wieder, dass der Teufel im Detail steckt.
Wir lernten eine für uns neue Form des Hüftwurfs. Das nahm Jule zum Anlass mit dem Trainer darüber zu diskutieren, wie sie ihren Hüftwurf macht und wie man das nun wieder im Hapkido nennen würde und was man noch alles machen könnte. Mir wurde ganz anders als der Trainer mich zu sich zog um mit Taten seine Argumente zu untermauern. Ich spürte wie mir die Farbe aus dem Gesicht wich als sie plötzlich anfingen über Hüfträder zu sprechen. Zum Glück blieb mein Unbehagen dem Trainer nicht verborgen, so dass die Techniken nur andeutete.

Dritte Einheit war SV für Anfänger bei Teddy. Unser letzter Modl-Lehrgang war ja erst vor zwei Wochen, so dass ich eher davon ausging bereits Bekanntes zu wiederholen.
Unsere Gruppe war sehr klein und so kamen wir in den Genuss eines Modl-Privattrainings. Da es um SV für Anfänger ging, holte Teddy (verbal) etwas aus, was ich sehr spannend fand, denn sonst sind wir immer so mit den Techniken beschäftigt, dass man manchmal den Bezug zur Realität verliert. Auf gewohnt unterhaltsame und witzige Weise erzählte er, wie Übergriffe passieren können, wann man sich Sorgen machen muss und wann man sein Bier einfach weitertrinken kann.
Erstaunt hat mich, dass er erzählte, dass, während Männer eher an der Schulter gegriffen oder geschubst werden, Frauen oft auch in den Nacken gepackt und herangezogen werden. Er vermutete, dass es etwas mit der Kleidung von Frauen zu tun haben könnte, die vielleicht nicht so zum Festhalten / Greifen geeignet ist.
Wenn ich mir die Situation so vorstelle, glaube ich, dass da noch was anderes mit reinspielt. Das "In-den-Nacken-Greifen" würde ich anders als das Kragen greifen als eine Geste der Macht einordnen. Für das Opfer hat es etwas Erniedrigendes an sich. Da Teddy von Frauen in Frauenhäusern sprach und diese meist Opfer häuslicher Gewalt geworden sind und es dort oft um Machtausübung geht, macht das dann doch wieder Sinn.
Auch wenn ich mich so langsam zu den SV-Fortgeschrittenen zählen würde, tat es trotzdem gut mal wieder an den Basics zu arbeiten.
Wie auch schon in Wolfenbüttel holte mich Teddy auch hier mal wieder nach vorn und ließ mich in den Ellenbogenhebel laufen. Eigentlich wusste ich ja was kommt, aber trotzdem ließ ich mich aufschreiend vor Schmerz und Überraschung auf die Matte fallen. Wenn dieser Hebel vom Timing und Intensität perfekt gemacht wird, hat man einfach überhaupt keine Chance.
Außerdem übten wir mal wieder die lustige Abwehr vom Würgen von vorn. Hier trickst man das Gehirn aus und der Würgende steht hinterher da und weiß gar nicht, wieso er den Hals des "Opfers" nicht mehr zwischen seinen Händen hat.

Auf die vierte Einheit - Kyusho - war ich eigentlich am meisten gespannt. Donnerstags in Michaels SV Einheit machen wir auch oft Kyusho, aber ich war gespannt darauf, das mal von jemand anderem zu hören.
Wir begannen mit einer theoretischen Einleitung. Das meiste kannte ich schon von Michael und nach dem langen Tag war ich schon ziemlich geschafft, so dass mir das Zuhören schwer fiel. Allerdings sollte ich bald hellwach sein.
Ich war schon darauf vorbereitet, dass die Einheit schmerzhaft würde, denn bei Kyusho geht es ja nunmal um Schmerzpunkte. Aber egal, ob man darauf vorbereitet ist, oder nicht, es tut halt doch weh. Ich trainierte mit Michael zusammen. Wir wechselten uns ab und ließen den jeweils anderen vor Schmerzen zu Boden krachen oder krachten selbst zu Boden. Kracht man selbst zu Boden, ist das nicht witzig. Ist man derjenige, der das auslöst, muss man ständig lachen, weil es plötzlich so unglaublich einfach ist.
Nach ein paar Übungen zum Einstieg probierten wir Zukis in den Bauch des anderen. Ein, zweimal so, wie wir es im Karatetraining machen, d.h. mit Kraft und dann einmal mit Lockerheit und Energieübertragung. Seit ein oder zwei Jahren sind meine Zukis so, dass meine Vereinsmitglieder Respekt vor mir haben. Ich musste innerlich grinsen, als ich beim ersten, vorsichtigen Schlag spürte, dass auch Michael mich konzentriert ansah und ich seine angespannten Bauchmuskeln spürte als meine Faust auf seine Bauchdecke traf.
Noch cooler war es, als ich dann den lockeren Schlag versuchte und Michael leicht zusammen knickte und etwas zurücktaumelte. Nicht mehr ganz so cool war es, als wir es umgekehrt versuchten. Obwohl ich durch meinen Lieblingsbraungurt ja ganz gut trainiert bin, taumelte ich mehrere Schritte zurück.
Nach ein paar weiteren Übungen, die ich aus unserem Training schon kannte, machten wir eine abgewandelte Form des Ellenbogenhebels, den ich schon in der SV-Einheit zu spüren bekommen hatte. Diesmal allerdings, wie der Trainer betonte nicht "mechanisch" sondern "energetisch". Beim Kyusho gibt es immer mehrere Details mit denen man die Wirkung der Technik steigern kann.
Zum Vorführen rief mich der Trainer nach vorn und da zuvor der ein oder andere gestandene Schwarzgurt vor Schmerzen hüpfend, schreiend und kriechend versucht hatte, der Technik zu entkommen, war ich etwas nervös.
Zuerst zeigte er die Technik mit wenig Druck, da konnte ich locker stehenbleiben. Dann als Kyusho-Technik. Ich sackte schnell auf die Knie, konnte aber schnell wieder aufstehen. Er wiederholte die Technik, diesmal mit den Spezialdetails. Der Schmerz durchzuckte mich so plötzlich und so heftig, dass ich laut schreiend auf den Boden klatschte und dort auch kurz innehielt und das Abklingen der Schmerzen genoss.
Der Trainer zog mich wieder hoch und massierte mir den Arm. So richtig bekam ich das gar nicht mit, ich stand ziemlich neben mir und spürte, wie mir der Schweiß ausbrach. Mit einem letzten Rest Würde funkelte ich ihn so böse, wie es mir grad noch möglich war an und sagte möglichst trocken: "Na danke!"
Danach durfte ich zurück an meinen Platz und ich versteckte mich zur Sicherheit hinter Michael.
Auf jeden Fall habe ich in dieser Einheit einiges dazugelernt.

Alles in allem war es ein schöner Tag, wir trafen viele bekannte Gesichter und haben einiges dazugelernt. Ich hoffe, dass im nächsten Jahr vielleicht wieder mehr Teilnehmer aus anderen Kampfstilen kommen und vielleicht noch ein paar mehr Trainer. Aber auf jeden Fall werde ich nächstes Jahr wieder mit dabei sein!



Sonntag, 23. September 2012

Muskelkater reruns oder Das traditionelle Budomeeting in Uetze

Uetze? Wo zum Teufel liegt eigentlich Uetze. Obwohl nur ca. eine Stunde von meinem Wohnort entfernt, hatte ich keine Ahnung, wo sich Uetze befinden sollte. Aber assoziiert ist es in jedem Fall mit DEM Budomeeting.
Im letzten Jahr bin ich mit Sandra deswegen bis nach WHV gereist (na ja, zugegebenerweise habe ich dort Außenstellen meiner Familie) und danach waren wir ca. drei Wochen völlig high. Der Muskelkater hielt aber ungefähr genauso lange ;-)
Dieses Jahr stand also schon wieder früh fest, wir sind dabei. Mit dem Vereinsbus hat es diesmal leider nicht geklappt, also bot ich unsere Familienkutsche an, die auch schnell ausgebucht war. Gegen neun am Samstag morgen starteten also Michael, Sandra, Franziska, Yvonne, Natascha, Ninja Jule, Juliane und ich mit jeweils einer großen Sporttasche und diversen Waffen Richtung Uetze. Dank guter Planung (es saßen mindestens drei Monks im Auto), haben wir unser Ziel auf direktem Wege erreicht und standen eine Stunde vor Beginn auf dem noch ziemlich leeren Parkplatz.
Die Uetzener waren schon gut vertreten und hatten bereits diverse Leckereien aufgebaut. Also schnell angemeldet und erst mal gefrühstückt. Dabei den Plan mit den Trainingseinheiten gelesen und die Trainingseinheiten definiert. Leider musste ich feststellen, dass die Einheiten, auf die ich am Meisten brannte, am Sonntag stattfinden würden. Wir würden aber nur am Samstag da sein. Dann lagen auch noch mehrere interessante Einheiten in einer Zeit und zu einem Zeitpunkt lag so gar nichts, was mich interessierte. Na ja, man kann es eben nicht allen Recht machen.

Gegen 11 Uhr startete meine erste Trainingseinheit. Gemeinsam mit Juliane und einigen anderen  Mitstreitern standen wir in der Weiß-bis-Blaugurt-Gruppe Teddy gegenüber. Er startete mit dem allseits beliebten "Teddys Bootcamp", einer unvergleichlichen Aufwärm-Session, die dich erst mal auf den Boden der Tatsachen zurück bringt und dir zeigt, was du mit deinem Körper alles machen KÖNNTEST (was im übrigen Teddy sehr gut kann). Danach ging er mit uns einige Basics des AKS durch. Der Unterschied zum Shotokan war gar nicht so groß, nur die Begriffe waren andere. So stand ich auch bei einer der ersten Techniken da und wusste nicht, was ich machen sollte. Auf die Frage "Wer weiß nicht, was er zu tun hat?" meldete ich mich also ehrlich. Um mich herum traute sich anscheinend niemand, obwohl dort so einige ratlose Gesichter waren. Mittlerweile habe ich Teddy aber schon ein paar Mal erlebt und weiß, dass sein strenger Blick in erster Linie Fassade ist und er eigentlich nur will, dass mal sich ehrlich bemüht und bereit ist zu lernen. Er kam also auf mich zu, baute sich gefährlich vor mit auf (Er: ca. 1,60m und sehr schmal, Ich: 1,72m und kräftig gebaut). "Welche Stilrichtung?" Ich antwortete mit fester, selbstbewusster Stimme "Shotokan". Er entspannte sich, lächelte nett und meinte "Na ok, dann kannst du das auch nicht kennen". Um mich herum hörte ich entspanntes Ausatmen. Hatte da wohl jemand gehofft, er würde mich jetzt auseinander nehmen :-)? Dann übersetzte er die Ansage in "Shotokanisch" und ich verstand. Einige Bahnen später die nächste "gefährlich" Situation. Er kam und erklärte mir, das der Stand im AKS bzw. Wado Ryu etwas anders wäre. "Willst du es so machen, wie du es kennst oder so, wie es im AKS richtig ist?" Keine Frage, natürlich so, wie es im AKS richtig ist. Damit war er zufrieden. Fangfrage bestanden und gezeigt, ich bin hier, um was zu lernen und nicht, um meinen alten Trott zu laufen.
Wir liefen einige Bahnen und danach übten wir einige Dinge am Partner. Er kam rum, korrigierte, gab Tipps, übersetzte AKS in Shotokanisch, demonstrierte teilweise sehr plastisch (mit zupacken und führen), wie man seine Technik verbessern konnte. Ich hatte meinen Spaß und gelernt habe ich natürlich auch was ;-)

Nach der Mittagspause schloss ich mich der Gruppe "Wado Kata" von Heinrich ein. Die sollte für mich sehr lernintensiv werden. Denn Heinrich war so gar nicht mit meiner Technik einverstanden und kritisierte einiges. Es waren meine bekannten Probleme: zu statischer Stand, zu breiter Stand, zu hoher Stand, zu viel Kraft aus dem Oberkörper und zu wenig aus der Hüfte. Selbst meinen Trainer nahm er nachher noch mal beiseite und wies in darauf hin. Er konnte auch nur das sagen, was ich bereits gesagt habe. Wir arbeiteten dran. Und so ist es auch. Meine Trainer versuchen beide, diese falsch angewöhnten Techniken aus mir raus zu bekommen. Es ist auch schon eine ganze Menge passiert, aber der Weg ist noch sehr weit. Deshalb bin ich auch noch Blaugurt und kein Dan-Träger ;-) Natürlich ist es hart, wenn ein Trainer während der kompletten Trainingseinheit immer wieder an dir korrigiert und dich auf deine falsche Technik hinweist. Angenehmer ist es, wenn er nichts sagt, zumindest auf den ersten Blick. Aber eigentlich war ich auch ziemlich stolz, dass ein 8. Dan wie Heinrich sich überhaupt die Mühe macht, mich zu korrigieren. Also ich würde so was nicht machen, wenn ich nicht daran glauben würde, dass meine Bemühungen auf fruchtbaren Boden treffen. Ich habe also versucht, dass ganze positiv für mich umzusetzen. Es ist ihm durchaus aufgefallen, dass ich das annehme, was er mir sagt und versuche, dies umzusetzen. Das ist in meinen Augen auch das Wichtigste. Lernen, seinen Stolz zu überwinden und bereit sein Kritik anzunehmen und diese umzusetzen. Wenn er das in mir gesehen hat, kann ich zufrieden sein.

In der nächsten Trainingseinheit konnte ich mich so gar nicht wieder finden, also beschloss ich, die SV-Einheit von Teddy zu fotografieren. So entstanden, hoffentlich ein paar schöne Fotos von Michael, Sandra und Juliane in Action.

Zum Abschluss schnappte ich mir mein Bo und schloss mich der Kobudo-Truppe von Heinrich an. Die Übung in den Sommerferien zeigte sich doch deutlich. Während ich in WHV noch mächtig Probleme hatte, mich mit dem Bo nicht umzubringen, fiel es mir nun deutlich leichter, der Einheit zu folgen und das gezeigte umzusetzen. Der Stock fiel nicht runter, es wurde niemand verletzt und ich hatte dieses Mal auch nicht das Problem, das meine Hände immer irgendwie falsch am Bo lagen. Über die Basics sind wir leider nicht heraus gekommen, aber das war auch sicher nicht geplant. Am Sonntag wäre es dann sicher spannender geworden. Trotzdem hat es wieder mal Spaß gemacht, das Bo zu schwingen und fest zu stellen, dass man tatsächlich lernen kann, einen Stock zu beherrschen, der mich selber überragt.


Das Budomeeting in Uetze war in vielerlei Hinsicht sehr lehrreich. Wobei für mich das Meeting in WHV ungeschlagen ist. Vielleicht lag es auch daran, dass in WHV mein erstes Mal war und alles neu war. Vielleicht waren die Erwartungen einfach dieses Mal zu hoch. Fest steht, die Uetzener hatten das Drumherum sehr gut organisiert. Es ist niemand verhungert, die Hallen waren passend, es war genug Platz zum Austoben da. Die Trainingseinheiten waren bunt gemischt, es war sicher für jeden etwas dabei. Leider lagen dieses mal die Einheiten, die mich interessierten teilweise in einer Zeit, so dass ich nicht alles machen konnte, was ich machen wollte. Das ist einfach nicht zu ändern und allen Recht machen kann man es auch nicht. Schön wäre, wenn beim nächsten Mal vorher bekannt wäre, wann wer was macht, damit man besser planen kann. In diesem Fall hätte das wahrscheinlich nichts gebracht, da einer der Trainer noch am Vorabend absagen musste, da er im Laufe des Samstags Vater geworden ist. Am Freitag Abend wurde also alles noch mal komplett von vorne geplant.

Sonntag, 9. September 2012

SV-Lehrgang mit Andreas Modl

Gestern war es wieder soweit. Wie jedes Jahr im Sommer fand der SV-Lehrgang mit Andreas Modl in Wolfenbüttel statt.

Pünktlich kurz vor elf betrat ich die Halle. Durch meine vielen Lehrgangsteilnahmen im letzten Jahr, hatte ich das Gefühl fast alle Teilnehmer vorher schon mal irgendwo anders gesehen zu haben. Irgendwie ist das inzwischen so etwas wie ein Familientreffen.

Mit der üblichen (aber diesmal kleinen) Verspätung ging es los. Laut Plan mit einer Einheit Hanbo aber zuerst natürlich mit dem gefürchteten Modl-Bootcamp Aufwärmtraining.
Zum Glück war es gar nicht ganz so furchtbar wie die letzten Male, oder ich habe mich inzwischen dran gewöhnt. Nach wenigen Minuten kennt man wieder seine ganzen körperlichen Unzulänglichkeiten und fragt sich, wie der Trainer mit knapp 50 das alles eigentlich so locker schaffen kann und von uns niemand. Ich musste mal wieder feststellen, dass wahlweise Arme oder Beine jeweils zu lang oder zu kurz waren, so dass ich nicht in der Lage war die Gelenkigkeitsübungen korrekt durchzuführen. Hmpf.

Endlich kamen wir dann zum Hanbo. Das ist ein ca. 1m langer Stock. Im Verein haben wir in den Sommerferien auch schon öfter mal mit Hanbo trainiert, so dass der Stock sich nicht mehr wie ein Fremdkörper in meiner Hand anfühlt. Diesmal allerdings nutzen wir den Hanbo für SV-Techniken und das war ganz interessant.
In einem Moment ist der Stock noch eine Schlagwaffe, im nächsten ist er ein Hebelverstärker. Wir lernten z.B. wie man mit einem Hanbo einen Festhaltegriff leicht abwehrt und in einen Würger, bzw. Hebel umleitet.
Nach 1,5h begann pünktlich mein Magen zu knurren und zum Glück hatten wir dann auch Mittagspause.
Nach der Mittagspause folgten dann zwei Einheiten SV (ohne Waffen).

Für mich diesmal neu war, dass ich von Andreas mehrfach nach vorn gerufen wurde um das Vorzeigeopfer zu sein (sprich die Rolle des gleich verprügelten Angreifers zu übernehmen). Ich kenne ihn zwar mittlerweile aus mehreren Lehrgängen, aber trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb), war ich doch etwas panisch. Es ist ein gruseliges Gefühl ihm dicht, viel zu dicht gegenüber zu stehen (5 Meter und mehr wären wünschenswert) und zu wissen, dass ich gleich genau dort landen werde wo er es will, ohne dass ich weiß, wie ich dahin gekommen bin und ohne, dass ich auch nur den Hauch einer Chance gehabt hätte etwas dagegen zu tun.
So ging's dann halt los. Andreas wünschte sich einen Schwingerangriff, den er dann auch bekam. Ehe ich mich versah, klatschte ich schon mit lautem, effektvollem Rums auf die Matte der von den Hallenwänden wiederhallte. Während ich mich wieder auf die Füße rappelte nahm ich entfernt das Raunen der Zuschauer wahr. (Elegant abrollen ist nicht so meins, aber immerhin kann mich mittlerweile so fallen, dass ich mir (meist) nicht weh tue, mich (meist) nicht mit den Händen abfange und auch (meist) nicht mit dem Kopf aufknalle).
Kaum stehe ich wieder vor ihm, noch bevor ich meine zerzausten Haare richten kann, heißt es wieder: Schwinger!
Wieder fliege ich auf die Matte, wieder anders als zuvor.
Nach der zweiten Technik bin ich noch einigermaßen entspannt. Nach der vierten spüre ich, wie mir das Adrenalin durch den Körper schießt, nach der sechsten ist von meiner Frisur nichts mehr übrig und ich werde langsam zittrig von dem ganzen Gedrehe und Gefalle, bei der letzten Technik habe ich schon keinen Bock mehr, überhaupt noch zuzuschlagen, geschweige denn zu fallen.
Uff, endlich ist er mit mir durch!
Komisch, wenn man anderen dabei zusieht, ist es immer ganz lustig ;-)
Als ich dann zurück zu meiner Partnerin Melanie wanke und wir üben dürfen habe ich gar keine Lust mehr und muss mich erst mal sammeln und meine Haare unter Kontrolle bringen.






Auch wenn ich die Techniken diesmal schon vorher kannte, war es doch spannend mal wieder an dem Feinschliff zu arbeiten. Ich merke, dass ich im Vergleich zu den Vorjahren langsam Fortschritte mache.
Gegen Ende der dritten Trainingseinheit war ich total geschafft. Das Schlimmste am Fallen ist eigentlich, dass man jedesmal wieder aufstehen muss. Und heute zeigt mir mein Ganzkörpermuskelkater, dass die Sommerferien doch zu lang waren.

Ich freue mich schon auf das nächste Mal und nach diesem Lehrgang ganz besonders aufs Budo-Meeting in Uetze!



Donnerstag, 30. August 2012

Ferientraining - Rückblick

Ich habe es tatsächlich geschafft, an allen angebotenen Terminen zum Ferientraining zu gehen. Beim letzten Mal war Günter zwar wieder übermächtig, aber meine Freundin Sandra hat mich einfach mitgeschleppt. Im Nachhinein bin ich ihr sogar dankbar dafür.
Diese Sommerferien standen für mich voll im Zeichen von Shotokan-Kobudo. Ein riesen Danke schön geht hiermit an unsere Trainer, die meinen Mitstreitern und mir die Möglichkeit gegeben haben, in diese neue Welt rein zu schnuppern.
Obwohl ich hart kämpfen musste, das Vorgeführte zu reproduzieren und es teilweise bis zur letzten Woche gedauert hat, bis ich eine Technik hin bekommen habe, bin ich nach wie vor begeistert von dieser Sparte meines Sports. Die Schritte sind unsere Karate-Schritte, nur habe ich jetzt etwas in der Hand. Das kann schon einen großen Unterschied ausmachen. Die Begriffe sind noch nicht bis zum Hippocampus vorgedrungen, ich bin also noch weit davon entfernt, zu wissen, wie die Techniken heißen. Auch beim Kobudo kämpfe ich mit den gleichen Problemen, wie beim Karate. Ich bin durchgehend angespannt, meine Techniken leben nur von der Kraft, die ich aus meinem Oberkörper ziehe. Richtig wäre, den Körper erst in der Endphase einer Technik anzuspannen und Kraft und Schnelligkeit aus der Hüfte zu ziehen. Solange ich nach dem Training immer noch Muskelkater habe, weiß ich, dass ich noch viel lernen muss. Es gibt schließlich auch andere, die wie ich sehr viel Kraft haben, aber trotzdem das richtige Maß an Anspannung und Entspannung finden.
Mein Mann hat mich jeden Dienstag mit den Worten "Tu dir nicht weh" zum Sport fahren lassen und mit den Worten "Hast du dir weh getan? Hast du jemanden verletzt?" wieder in Empfang genommen. Die Stöcke waren und sind ihm doch sehr suspekt. Ich konnte ihn immer beruhigen. Bis auf einen blauen Daumen, den ich mir beim Training mit Hans durch eigene Dummheit (der Daumen hatte da nichts zu suchen) verpasst habe, habe ich keine Verletzung davon getragen. Mir ist auch nicht bewusst, dass ich jemand anderes verletzt habe. Seine Sorge war ja auch nicht unbegründet. Wenn ich überlege, wie wir teilweise mit den Stöcken "rum geprügelt" haben, zumindest für einen Außenstehenden muss das beängstigend ausgesehen haben. Was die aber nicht sehen würden ist, dass wir sehr aufeinander aufgepasst haben. Wir achten immer darauf, dass eine neue Übung erst mal ganz langsam probiert wird und erst dann langsam gesteigert wird. Auch wenn es so aussieht, als ob ich meinem Gegner mit dem Bo den Schädel zertrümmern wollte, wenn ich aushole, geschieht das nur nach Absprache und wenn mein Gegner mir signalisiert, dass er genau weiß, wie er zu reagieren hat. Tut er das nicht, kann ich immer noch im letzten Augenblick abdrehen.
Angst sollte man nicht haben, aber Respekt und vor allem Vertrauen.

Jedenfalls freue ich mich auf die anstehenden Kobudo-Lehrgänge und hoffe, dass ich durch die Übung in den Sommerferien nicht mehr als ganz blutiger Anfänger da stehe.

Dienstag, 28. August 2012

Freies Training

In den letzten Wochen habe ich eine kleine Trainingspause eingelegt. Die Sommerferien mit geändertem Trainingsplan kamen wie gerufen, beruflich und privat war ich anderweitig eingespannt. Nachdem ich die letzten zwei Wochen sogar das freie Training geschwänzt hatte, versetzte ich mir heute den dringend notwendigen "Arschtritt" und zwang mich zum Training. Und wie glücklich bin ich, dass ich da war!

Das freie Training gibt einem die Möglichkeit mal andere Sachen auszuprobieren. So kam es, dass ich mich nach einer Hanbo-Stunde zu zwei Schwarzgurten gesellte, die sich eine kleine Mattenfläche ausgelegt hatten. Matten bedeutenimmer spannendes Training für mich.
Ich fragte, ob ich mitmachen dürfte. Die Antwort war: "Klar, aber eigentlich reden wir nur!" Zu reden gab es auch einiges, denn auf der Matte standen André, unser Ju-Jutsu-Danträger, sehr drahtig, durchtrainiert und flink und Peter, ein "Karate-Shotokaner" durch und durch, im Vergleich zu mir eher ein Riese und mit ziemlich viel Kraft. Das heißt da prallen Welten aufeinander. Thema war im Kern welcher Kampfsport was für die Selbstverteidigung mitbringt.
Toll an solchen Diskussionen finde ich, dass das Aufeinanderprallen der Welten stets sehr respektvoll und interessiert vor sich geht. Es werden Situationen diskutiert und wie man sie mit welchen Mitteln aus der jeweiligen Kampfsportart auflösen könnte. Dabei hört jeder sehr interessiert dem anderen zu und es wird auch mal was ausprobiert. Aus diesen Diskussionen kann jeder Beteiligte etwas mitnehmen.
Ich überlegte kurz, ob ich wohl einen eigenen Beitrag in dieser Konstellation leisten könnte und entschied mich in dieser Runde das einzubringen, was die jeweilige Kampfsportart für mich als eher kleinere Frau für die Selbstverteidigung mitbringt (oder wovon ich glaube, dass es was bringt).
Am Anfang probierten wir ein paar Standardabwehrtechniken bzw. Befreiungstechniken aus dem Griff an den Kragen von vorn. Zum Warmwerden war das schon mal ganz spannend. Nach einiger Zeit schauten wir dann wie man aus einem Würger oder aus einem "Von-hinten-an-die-Schultern-packen-und-rückwärts-ins-Gebüsch-zerren" rauskommt.
Spannend zu sehen war, dass natürlich jeder eine SV-Situation aus seiner eigenen Perspektive bewertet. Das heißt, dass Peter (groß und stark) für sich eine Variante fand, dem Griff zu entkommen, die für mich gar nicht funktionierte.
André zeigte mir dann eine andere Variante, die beinhaltet, dass ich mich selbst zu Boden fallen lasse, wenn der andere mich rückwärts an meinen Schultern zerrt (das kostet einen Karateka schon Überwindung) und ich mich dann am Boden mit den Füßen über meinem Kopf drehe um im Anschluss mit einer gezielten Fußtechnik den anderen zu Boden zu bringen. Von außen betrachtet sieht das ganz einfach aus, aber ich hatte ein Problem mit der Orientierung. Wenn man irgendwie rückwärts auf den Rücken gefallen ist und dann noch die Füße über den Kopf hält und sich dreht, dann weiß ich nicht mehr wo links und rechts und oben und unten ist... :-) Im zweiten Anlauf klappte das besser.
Die Übungssituation ging so weiter, dass ich es zwar schaffe am Boden liegend den Angreifer zu Boden zu bringen, er es dann aber schafft sich kniend zwischen meinen Beinen zu positionieren (während ich auf dem Rücken liege). In einer echten SV-Situation keine angenehme Situation. Da braucht man noch nicht mal groß Kopfkino dafür.
Trotzdem gibt es dafür Folgetechniken, die mit etwas Glück dazu führen, dass man den Angreifer soweit kontrolliert, dass man im Idealfall da raus kommt. Wie immer am Boden hatte ich das Problem mich zu orientieren, zusätzlich ist es schwer sich in dem ganzen Arm- und Beinverknote zurechtzufinden, erst recht, wenn man vorher nur aus der Vogelperspektive zugesehen hat. Meistens habe ich ja dann noch das Problem im Bodenkampf die Nerven zu behalten, aber heute trieben wir es nicht soweit auf die Spitze, dass ich mich wirklich bedrängt fühlte, sondern konzentrierten uns auf die Technik. Die Technik funktionierte grob so, dass man einen Schlag ins Gesicht oder Griff etc. seitlich ablenkt um dann einen Würger bzw. Halsschlagaderabklemmer anzusetzen. Für mich funktionierte die Abwehr mit Hilfe und ohne große Gegenwehr des Gegners einigermaßen, so dass ich das Gefühl hatte man könnte das hinkriegen, wenn man es noch etwas üben würde.
Besonders spannend war dann als die beiden Schwarzgurte das gleiche Szenario ausprobierten. André, als die heiße Blondine und Peter, als der "ins-Gebüsch-Zieher" - wenn ich das mal so flapsig sagen darf -, der mittlerweile zwischen den Beinen des auf dem Rücken liegenden André kniete ...
Nach Sekunden purzelten beide auf dem Boden rum, beide darauf Bedacht die Oberhand zu gewinnen. Peter fast ohne Nah- und Bodenkampferfahrung, aber mit viel Kraft und in der etwas überlegenen Angreiferposition.
Ich muss ehrlich sagen, ich hätte 20 Euro auf André gesetzt. Zu meiner Überraschung hatte er aber deutliche Probleme. Natürlich kann man in einer Übungssituation nicht alles geben, denn man will sich ja nicht gegenseitig verletzen. André schaffte es zwar die Situation halbwegs zu kontrollieren, kommentierte sogar zwischendurch seine Aktionen für mich (keine Ahnung wie man das schaffen kann...), aber er schaffte es nicht wirklich sich aus dem Kuddelmuddelschwarzgurtknäuel zu lösen. Nach ca. 30 Sekunden waren beide wirklich fertig, André hatte Schweißperlen auf der Stirn und atmete schwer.
Ich muss sagen, dass mich das ziemlich geschockt hat. Denn wenn ich mir vorstelle, dass ich an André's Stelle gewesen wäre, hätte ich gar keine Chance gehabt. Schon allein die Kondition dort 30 Sekunden durchzuhalten, hätte ich vermutlich nicht. Es ist unglaublich wieviel Kraft man mobilisieren muss, das weiß ich aus eigenen Bodenkampftrainingserfahrungen.
Natürlich geht's bei SV um die Wurst. Man ist in einer Situation in der man glaubt, dass Kämpfen die einzige Möglichkeit ist für sich selbst Schadensbegrenzung zu betreiben. Das heißt es ist der verzweifelte Versuch halbwegs heil davon kommen, wenn alle anderen Varianten bereits erfolglos waren. In so einer Situation gibt es keine Versicherung und keine Erfolgsgarantie.
Genauso wie im Karate war hier in der Bodenkampfsituation die gute Reaktion und Abwehr der ersten Technik meiner Meinung nach entscheidend. Wenn man die korrekt erwischt, hätte auch ich trotz körperlicher Unterlegenheit eine ganz gute Chance. Wenn man die nicht erwischt, dann wird es wirklich schwierig.

Auf jeden Fall war das heutige Training ein guter Auftakt für den mit Lehrgängen gespickten Herbst. Als erstes kommt Anfang September der SV-Lehrgang von Andreas Modl. Darauf freue ich mich schon sehr! Mal sehen, was ich da mitnehmen kann.
Für heute habe ich mindestens mitgenommen, dass ich doch dringend mal wieder zum Ju-Jutsu gehen sollte, das Mattengepurzel hat mir doch gefehlt in letzter Zeit.

Samstag, 28. Juli 2012

Ferientraining

Wie jedes Jahr in den Sommerferien hat sich unser Trainer auch dieses Mal darum gekümmert, dass wir zumindest an einem Tag in der Woche einen Hallenplatz haben und trainieren können. Bislang war immer freies Training, d.h. jeder konnte für sich trainieren und an seiner Technik feilen. Im letzten Jahr (mein erster Sommer im Verein) hatten wir uns immer verabredet und gemeinsam trainiert. Auf das Ferientraining diesen Sommer habe ich mich schon sehr lang gefreut. Denn Torsten hatte schon gefühlt ewig etwas ganz Besonderes organisiert. Wer ihn kennt, weiß, dass er nicht nur Shotokan-Karate trainiert, sondern auch AKS und zum AKS gehört auch Waffentraining. Auf dem letzten Budomeeting in Wilhelmshaven hat er mich, was das Waffentraining betrifft, mächtig angesteckt. Damals hatte ich das erste Mal ein Bo (einen 1,82 m langen Stock) in der Hand und habe das erste Mal damit trainiert. Obwohl ich gleich nach 10 min mein eigenes Bo ins Gesicht bekommen habe und ein geschwollenes, aber Gott sei Dank nicht blaues, Jochbein davon trug und den Muskelkater meines Lebens durchlitt, war ich absolut angefixt.
Dann hatten wir später noch mal die Gelegenheit bei einem Verein in der Nähe mit dem Bo zu trainieren. Schon damals erzählte Torsten, dass es auch in unserer Stilrichtung, dem Shotokan-Karate, Waffentraining gibt, das Shotokan-Kobudo.
Und genau das wollten meine Trainer in diesen Sommerferien anbieten. Die Halle war da, wer wollte konnte Kobudo trainieren und auch für alles andere war genug Platz.

Am letzten Dienstag war es dann das erste Mal soweit. Eine Handvoll Leute, bewaffnet mit Hanbo und Bo trafen sich in der Tennishalle. Mein Trainer begann mit einer Stunde Hanbo-Training, danach machte Torsten eine Stunde Bo-Training. Obwohl viele Übungen mit den beiden Stöcken sehr ähnlich sind, hatte ich große Schwierigkeiten mit dem kurzen Hanbo. Irgendwie wollte das nicht so klappen, wie es sollte. Es flog mir ständig aus der Hand, ich hielt die Hände falsch oder haute mir den Stock vor irgendeinen Knochen. Ich konnte nicht schnell genug erkennen, was mein Trainer machte und das schon gar nicht umsetzen. Man kann sagen, ich stand mit dem Hanbo auf Kriegsfuß. Allerdings gab es auch gleich eine Kriegserklärung an  das Hanbo. Denn beim Kobudo ist die erste Prüfung die Hanbo-Prüfung. Ich werde mich also intensiv mit dem kleinen Mistvieh Hanbo auseinandersetzen müssen, wenn ich weiter kommen möchte. Die erste Trainingseinheit endete also erst mal etwas frustrierend. Die zweite Einheit gelang dann aber wesentlich besser. Ich weiß nicht, ob es daran lang, dass ich das Bo schon zweimal in der Hand hatte, aber es lief ganz gut. Obwohl der Stock mit seinen 1,82m eigentlich wesentlich unhandlicher als das halb so große Hanbo ist, kam ich damit wesentlich besser klar.
Mal sehen, wie das weiter geht. Ob das Hanbo und ich Freunde werden können oder ob es der Beginn einer Hassliebe wird. Ich meine, es ist ja nicht das erste Mal, dass ich etwas, in dem Fall jemand, erst mal doof fand und nun sind wir dicke Freunde (nicht war Sandra?).

Also mein liebes Hanbo, zieh dich warm an. So schnell gebe ich nicht auf.